Kochen kennt keine Grenzen

Kochen kennt keine Grenzen

Kochen kennt keine Grenzen. An Tagen wie diesen sollte man sich daran erinnern – und hoffen, dass es in anderen Bereichen des menschlichen (Zusammen)Lebens irgendwann genauso sein wird.
Schon immer wurde auf der Welt kulinarischer Austausch zwischen Regionen, Ländern und Erdteilen betrieben, die jeweilige Küche mit Gerichten und Zutaten aus anderen bereichert und erweitert. Blickt man weit zurück, dann nur selten und langsam, in den letzten Jahrhunderten und Jahrzehnten immer schneller. Wer könnte sich heute noch eine österreichische Küche ohne Kartoffel/Erdapfel, Kürbis und Tomate/Paradeiser (stammen wie so vieles aus Amerika), Apfel (vor langer Zeit aus Asien eingeführt), oder gar ohne Weizen (Wurde im Orient kultiviert, möglicherweise zuerst in Syrien. Ja, Syrien.) vorstellen? Die kulinarische Landschaft Europas ohne Kaffee, Kakao und Gewürze wie Pfeffer oder Zimt? Genau wie Zutaten haben auch Zubereitungsarten und Ideen die Ländergrenzen überschritten, sich verbreitet und Köchinnen und Köchen auf der ganzen Welt neue Möglichkeiten eröffnet.
Das war nur möglich, weil die Menschen offen waren für Neues. Weil sie etwas bisher Unbekanntes nicht von vornherein abgelehnt haben, sondern es als Chance gesehen haben und in ihre Lebenswelt aufgenommen haben. Integriert könnte man sagen.
Noch immer sind wir offen für Neues, wenn es um die Kulinarik geht, vielleicht mehr denn je. Wer war hierzulande noch nie in einem asiatischen Restaurant, in einem orientalischen oder spanischen? Bei wem steht nicht zumindest ab und zu ein Curry auf dem Speiseplan, Ćevapčići oder Sushi?
Diese Offenheit endet leider bei zu vielen, wenn es nicht mehr um Essen geht. Wenn es um Menschen geht. Wenn es nicht um Zubereitungsarten und Zutaten geht, sondern um Meinungen, Lebensweisen und kulturelle Unterschiede. Lassen wir sie nicht dort enden. Besonders nicht an Tagen wie diesen.

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