Präsidenten des VKÖ

Präsidentengalerie des Verband der Köche Österreichs
2014 - 2018

Präsident Alois Gasser

forbes 1. Präsident des VKÖ aus Salzburg

2010 - 2014

Präsident Josef Fankhauser

forbes 1 "Nicht Wiener" Präsident

2006 - 2010

Präsident Harald Fargel

forbes

1998 - 2006

Präsident Franz Zodl [Ehrenpräsident+]

forbes „L’Ambassadeur de la Cuisine de Autriche“, Franz Zodl (* 14. August 1944 in Gumpoldskirchen[1]; † 18. September 2010 in Wien) war ein österreichischer Koch, Gastronomielehrer, Direktor der Gastgewerblichen Fachschule und Botschafter des Verbandes der Köche Österreichs. Leben Nach der Pflichtschule begann Halbwaise[2] Franz Zodl 1958 eine Zuckerbäckerlehre in der Konditorei Rötzer in Mödling. Danach begann er 1961 eine Lehre als Koch im Hotel Sacher, wurde nach zwei Jahren Jungkoch, mit 25 Jahren jüngster Chefsauciere des Sachers, danach jüngster stellvertretender Küchenchef und beendete in dieser Position 1975 seine Laufbahn im Sacher. Ab 1967 war er auch für elf Jahre Kursleiter des Gastronomischen Instituts.[3][4] Schon in jungen Jahren machte man ihm internationale Angebote, er fühlte sich jedoch nicht reif dazu und wollte seine Mutter nicht alleine lassen. Als man ihm dann im Hotel Sacher den Posten des Chefkochs anbot, raffte er sich auf und wurde Chefkoch im Club Hotel Baden bei Wien, wo er allerdings nur genau ein Jahr blieb. Ihm fehlte das Flair der Stadt Wien. Er nahm daraufhin das Angebot an, mit einer halben Lehrverpflichtung (etwa zehn Unterrichtsstunden) an der Hotelfachschule Modul als Vertragslehrer zu unterrichten. Daneben absolvierte er die Lehramtsprüfung zum Fachlehrer an berufsbildenden mittleren und höheren Schulen und 1978 die Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe. Im Jahre 1980 wurde er als Fachlehrer angestellt.[1] Um finanziell über die Runden zu kommen begann er neben seiner Lehrtätigkeit als Abendküchenchef im Restaurant Leupolds Kupferdachl[2] zu arbeiten, wo er 16 Jahre lang (bis etwa 1993) blieb.[4] Als in der renommierten Gastgewerbefachschule der Wiener Gastwirte am Judenplatz (GaFa) der Posten des Direktors vakant wurde bewarb er sich darum. 1984 wurde er zuerst provisorischer Leiter und im Jahr darauf Direktor der Schule, was er bis zu seiner Pensionierung im Jahre 2009 blieb.[3][5] Dort hat er die Spezialrichtung Service, den Aufbaulehrgang für Tourismus sowie den Privatlehrgang Patisserie geschaffen.[6] Seit 1983 war er Vortragender im Vorbereitungskurs zur Konzessionsprüfung für das Gastgewerbe im WIFI Wien, seit 1991[1] Mitglied der Prüfungskommission und Vorsitzender bei Lehrabschlussprüfungen für Köche, seit 1992 Vorsitzender der Prüfungskommission für die Abschlussprüfung der Hotelfachschüler und ebenso lange Lektor am Institut für Haushalts- und Ernährungswissenschaften, seit 1993 Lehrbeauftragter und Leiter von Veranstaltungen zur Lehrerfortbildung des Pädagogischen Institut des Bundes in Wien und seit 1995 Leiter und Organisator der Küchenmeisterkurse des WIFI Wien, Niederösterreich und Burgenland.[3] Mit Jürgen Frank war er an der Installation des seit 1988 stattfindenden Profi-Rezeptwettbewerbs Goldenes Reindl maßgeblich beteiligt.[6] Über die Grenzen Österreichs war er als Botschafter der Wiener- bzw. österreichischen Küche bekannt. Dies begann als die Wirtschaftskammer Mitte der 1980er Jahre im japanischen Kaufhaus Mitsukoshi eine Österreich-Woche veranstaltete. Nachdem sein erster Auftritt durch die Kulturdifferenzen fast ein Fehlschlag geworden wäre, ließ er sich über die dortigen Gepflogenheiten unterrichten. Insgesamt fuhr er 23 Mal[6] nach Japan und auch der Präsident des Tōkai University Members Clubs, einer der ersten Adressen in Tokio, sicherte ihm einmal volle Unterstützung zu.[4] Bei Österreich- und Wienwochen war er in Zusammenarbeit mit WIFI, Wirtschaftskammer, Bundeskammer und Verband der Köche Österreichs auch in Kopenhagen, Hongkong, Shanghai, Johannesburg, Moskau, Köln, Frankfurt und Washington zu Gast.[3] Bei den österreichischen Millenniumsfeiern „1000 Jahre Österreich“ 1995 war er Hauptverantwortlicher für den kulinarischen Bereich.[1] Im Johann-Strauss-Jahr 1999 war Zodl für ein Jahr „Koch-Model“ und hat unter anderem für 85 Wiener Restaurants die Menüs geschrieben.[4] Im Juni 1991 wurde ihm das Goldene Ehrenzeichen der Republik Österreich verliehen[7], 1996 der Berufstitel Professor durch das Bundesministerium für Unterricht und Kunst als erstem seiner Zunft[8], 2002 wurde er zum Hofrat (Berufstitel) ernannt[1] und 2007 erhielt er das Goldene Ehrenzeichen für Verdienste um das Land Wien. Der Verband der Köche Österreichs (VKÖ) wählte Franz Zodl im April 1998 zu seinem Präsidenten, was er zwei Amtsperioden lang bis 2006 blieb. In seine Amtszeit fiel 2002 die 100-Jahr-Feier des Verbandes unter dem Motto „Die Welt kocht in Wien“.[6] Seit 2006 war er Ambassadeur des Verbandes der Köche Österreichs. Er war außerdem Vorstandsmitglied der Confrérie de la Chaîne des Rôtisseurs Österreich (Conseiller Culinaire de Bailliage National d'Autriche, Vice Chargé de Mission du Billiage de Vienne). Von 1977 bis 1985 wirkte er im ORF bei der Sendung Häferlgucker mit und ist damit neben Helmuth Karl Misak und Josef Zauner einer der Pioniere der österreichischen Fernsehköche. Ab 1986[1] war er noch 12 Jahre lang humorvoller Koch in der Sendung Seniorenclub. Nachdem er schon mit den Gumpoldskirchner Spatzen als Sopransolist auf einer Amerika-Tournee war und auch einmal Schauspieler werden wollte, wurde diese Ader mit dem Fernsehen wieder wach geküsst. Zuerst sang er einmal das traditionelle Schlusslied des Seniorenclubs, dann bei Faschings- und Muttertagssendungen und durch Zufall ergaben sich Auftritte auf Matineen, die erste mit Elfriede Ott. Von Freunden ermutigt erhielt er auch von einem Mentor Schauspielunterricht. Danach folgten eigene Matineen, wo er je nach Veranstaltung las, moderierte und dazu sang, gerne auch Wienerlieder.[4] Einen Auftritt hatte er auch beispielsweise 2008 am 45. Kleinen Neubauer Opernball.[9] Privat lebte er mit zwei Katern[4] in Wieden beim Belvedere. Nach seiner Pensionierung widmete er sich seinem Hobby, dem Theater, und hatte zuletzt am 10. September 2010 im Stück Die Gigerln von Wien im Gloria-Theater in Wien-Floridsdorf Premiere. Bei seinem Auftritt am 18. September 2010 verlor er das Bewusstsein und verstarb auf der Bühne.[5] Franz Zodl wurde am 9. Oktober 2010 auf dem Friedhof von Gumpoldskirchen unter großer Anteilnahme beigesetzt. [10] Grabstätte Franz Zodl Werke Berufsethik und Hygiene, Fremdenverkehrsschulen der Wiener Kaufmannschaft, Wien 197? Mit Karl Gartner: Dr. Gartners neue Trennkost. Hausmannskost als Heilnahrung , Ueberreuter, Wien 1995, ISBN 3-8000-3588-X Alles Topf'n und a Kas. Die köstlichsten Rezepte von Starkoch Franz Zodl, Pichler Verlag, Wien 1997, ISBN 3-85431-144-3 Saftiges Fleisch – knackige Schoten. Von Tournedos und Paprikas. Die köstlichsten Rezepte von Meisterkoch Franz Zodl, Pichler Verlag, 1998, ISBN 3-85431-163-X Das Seniorenclub Kochbuch, Pichler Verlag, 2000, ISBN 3-85431-200-8 Mit Peter Pantzer, Andreas Strohhammer: Artificial food = japanisches Essen – der ästhetische Genuß [Ausstellung 18. Februar – 2. April 2000, Nordico – Museum der Stadt Linz], Linz 2000, ISBN 3-85484-075-6 Außerdem Mitarbeit an verschiedenen Kochbüchern, darunter dem Sacher Kochbuch. Weblinks Literatur von und über Franz Zodl im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Einzelnachweise Club Carriere - Enzyklopädie des Erfolges Juli 2002, Algoprint Verlags AG, ISBN 3-9521669-5-2, S. 1530–1531 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche) Altpräsident Franz Zodl, 1944 - 2010 - Nachruf des VKÖ, 20. September 2010, ots.at Franz Zodls Kaisergulyas - Das Radio Niederösterreich Promirezept, noe.orf.at, 3. November 2006 Franz Zodl. Das Aushängeschild der Kochkunst - Interview, Rolling Pin, Juni 2004 (Online) Franz Zodl auf offener Bühne gestorben, wien.orf.at, 19. September 2010 Harry Fargel: Zum Geleit, in: Österreichische Gastgewerbezeitung (ÖGZ) Nr. 22, 29. Mai 2009 (Memento vom 2. März 2011 im Internet Archive), S. 12 Aufstellung aller durch den Bundespräsidenten verliehenen Ehrenzeichen für Verdienste um die Republik Österreich ab 1952 (PDF; 6,9 MB) APA: "Kochprofessor" Franz Zodl auf offener Bühne verstorben, diepresse.com, 19. September 2010 45. Kleiner Neubauer Opernball, neubau.oevp.at, 2008 http://regionaut.meinbezirk.at/gumpoldskirchen/chronik/grosse-trauer-um-franz-zodl-d18861.html

1993 - 1998

Präsident Karl Ruppert

forbes

Präsident Herbert Hüpfel | [Ehrenpräsident+]

forbes Herbert Hüpfel, Koch der Könige 1928 Geboren in Kierling NÖ, verheiratet seit 1956, zwei Söhne, Herbert, Dr. med., geboren 1960 in New Jersey, USA, Gerald, Ing., geboren 1965 in Wien, nach Lehrzeit im „Zum Schwarzen Kameel“ in Wien zwei Saisonen in Bad Gastein 1952 Cateringfirma in Bogotà, Kolumbien, die ausschließlich offizielle Staatsempfänge und Botschaftsbanketts ausrichtete 1954 Chef Gardemanger im „Hotel Inter-Continental“ in Bogotà 1957 Saucier, Hotel Bismark, Chicago 1958 Sous Chef, Hotel Elkhart, Indiana USA 1959 Chef Gardemanger Hotel „Essex House“ New York City 1960 Executive Chef „Hotel Inter-Continental“, Puerto Rico 1963-1993 Küchenchef im „Hotel Inter-Continental“, Wien“ 1982-1992 Gastvortragender in der „Hotelfachschule Modul“ Herausgeber des 1985 erschienenen Kochbuches „Spezialitäten aus Österreichs Regionalküchen“ 1985 Eintragung in das Buch „Who is Who in Österreich“ 1997 Eröffnung des „Gastronomie Museums“ in Kierling 2008 Ehrenpräsident des Verbandes der Köche Österreichs Titel: Präsident des Verbandes der Köche Österreichs (1979-1992) Pair Commandeu Chef Rôtisseur de la Châine des Rôtisseurs Ehrenritter der Österreichischen Weinbruderschaft Ehrenmitglied des C.C.C. (Club der Chefs der Staatschefs) Ehrenmitglied der Meistervereinigung Stuttgart Maître Conseil en Gastronomie Francaise Mitglied des internation. „Club des Toques Blanches“ Honneur de la Societé de Cuisiniers de Paris Ehrenmitglied des Weltbundes der Kochverbände Ehrenmitglied des Südafrikanischen Kochverbandes Ehrenmitglied des Deutschen Kochverbandes Ehrenmitglied des Japanischen Kochverbandes Ehrenmitglied der American Culinary Federation Ehrenmitglied der Canadian Cooks Association Auszeichnungen: Goldenes Verdienstzeichen des Landes Wien Goldenes Stadtwappen der Stadt Klosterneuburg Goldenes Ehrenkreuz des VKÖ für WIKA 1975 Träger des goldenen Ehrenringes des Österr. Kochverb. Goldmedaille Intergastra 1969, Stuttgart Goldmedaille IKA 1972 Frankfurt Prix Antoine Careme 1978 & 1979, Paris Ehrenmedaille Ordre de Côteau de Champagne, Reims Steirisches Verdienstzeichen für den Fremdenverkehr Ehrenzeichen der Wiener Messe Goldene Ehrennadel der Wiener Gastwirte Goldene Ehrennadel der Fachgruppe Kaffeehäuser Goldener Kochlöffel des F.V.V. Klosterneuburg Goldener Kochlöffel der Inter-Continental Hotels ---------------------------------------------------------------------------- Kulinarische Reisen zu Festwochen und Vorträgen: 1965 Dallas, Texas Eröffnung des „Dallas Opera House“ 1978 Houston, Texas „Viennese Festival” 1987 London „Red Cross Anniversary Banquette” 1994 Muscat, Sultanat of Oman „Viennese Operaball” 1995 Muscat, Sultanat of Oman „Viennese Operaball” 1996 Costa Rica Eröffnung des „Regenwald der Österr.” ----------------------------------------------------------------------------- Einladungen von Staatsoberhäuptern für den C.C.C. (Club der Küchenchefs der Staatschefs): Schweden, Marokko, Hongkong, Mexiko, Dänemark, USA Washington, im „White House“, Deutschland, Belgien, Budapest ------------------------------------------------------------------------

1965 - 1978

Präsident Ernst Faseth

forbes Mit erster TV Koch Österreichs Ernst Faseth (* 14. Jänner 1917 in Wien; † 22. April 2008 in Baden bei Wien) war ein österreichischer Koch, der vor allem durch eine Kochsendung im österreichischen Fernsehen bekannt wurde. Inhaltsverzeichnis 1 Leben 2 Funktionen 3 Weblinks 4 Fußnoten Leben Ernst Faseth, dessen Vater Werkzeugschlosser war, erlernte seinen Beruf ab 1934 im Südbahnhotel auf dem Semmering-Pass. Einer seiner Ausbilder dort war Robert Dorré, ehemaliger Leibkoch von Thronfolger Erzherzog Franz Ferdinand. Nach dem Ende seiner Ausbildung arbeitete Faseth unter anderem als Leibkoch von Prinzessin Stephanie von Hohenlohe in England. Während des Zweiten Weltkriegs wurde Faseth in Russland so schwer verletzt, dass er für den Militärdienst nicht mehr tauglich war. Danach arbeitete er in der Wiener Hotelfachschule, bei der er bis zu seiner Pensionierung 1985 tätig war. Zwischen 1962 und 1978 war er beim ORF als Fernsehkoch tätig und gestaltete rund 150 Sendungen. In dieser Zeit erreichte er große Popularität. Bis 1985 betreute er Kollegen, die ihm in dieser Funktion nachfolgten. 1964 gewann Faseth als Leiter der Lehrküche der Hotelfachschule bei der 11. Internationalen Kochkunst-Ausstellung in Frankfurt eine Goldmedaille und gemeinsam mit der österreichischen Mannschaft (bestehend aus Pokorny, Helmuth Misak, Nizinsky und Hans Hofer) den Großen Preis in Gold und den Ehrenpreis der IKA[1] Im Dezember 1977 beschloss die Wiener Landesregierung, Ernst Faseth, Hans Hofer und Helmuth Misak das Goldene Verdienstzeichen des Landes Wien zu verleihen. Geehrt wurden sie allerdings nicht für ihre Prominenz als Fernsehkoch, sondern für ihre Rolle als leitende Funktionäre des Verbands der Köche Österreichs und der damit verbundenen weiteren Verbesserung des internationalen Rufs der Kochkunst in Wien.[2] Einem Bericht der Arbeiter-Zeitung vom 19. Februar 1978 zufolge erhielt er allerdings das Silberne Ehrenzeichen. Ernst Faseth starb 2008 in Baden. Beigesetzt wurde er in seiner Heimatgemeinde Bad Vöslau. Funktionen| Präsident des Verbands der Köche Österreichs Generalsekretär des Weltbundes der Kochverbände (1956 - 1960) Präsident des Weltbundes der Kochverbände (1968 - 1972 ) Conseiller culinaire der Österreich-Bailliaga der Confrérie de la Châine des Rôtisseurs Ehrenpräsident des Vöslauer Fremdenverkehrsvereins

1960 - 1965

Präsident Karl Pokorny

1948 - 1960

Präsident Karl Duch

Direktor der Berufsschule für Gastgewerbe (1946-1961) und Präsident des Weltbunds der Kochverbände (WACS) (1956 - 1960) Buchautor des Fachbuches "Handlexikon der Kochkunst" das heute noch Gültigkeit in den Schulen und der Lehrausbildung hat. selbst eine Strasse wurde nach ihm Benannt in Wien

1945 - 1948

Präsident Franz Ruhm

forbes Franz Ruhm, * 31. Juli 1896 Brunn am Gebirge (Niederösterreich), † 20. März 1966 Purkersdorf Biographie Franz Ruhm war das älteste der sechs Kinder eines Zimmermanns in Brunn am Gebirge. Zum Gastgewerbe kam er schon als Kind, als er als “Brotschani“, Tellerwäscher und Besteckputzer im örtlichen Gasthaus seinen ersten Lohn verdiente. Im Alter von 14 Jahren bewarb er sich um eine Lehrstelle als Koch im Hotel Sacher, wurde aber nicht genommen. Aufgrund eines Zeitungsinserates wurde er Zuckerbäckerlehrling in Braunhirschen. Nach der Gesellenprüfung war Ruhm zunächst Volontär im Grand Hotel. Damals erwachte sein Interesse am Theater, und er begann selbst unter dem Pseudonym Frank Raymon Dramen zu schreiben. Im Ersten Weltkrieg musste er 1915 bis 1918 Kriegsdienst leisten. Nach Stationen in mehreren großen Restaurants fand er 1920 eine Anstellung im Rathauskeller und wurde dort bereits nach drei Jahren Küchenchef. 1927 wurde er Chefredakteur der Zeitschrift des Verbandes der Köche Österreichs “Gastronom“. Im November 1928 führte der Verband zum ersten Mal nach dem Weltkrieg eine Kochkunstschau durch. Franz Ruhm hielt als Pressereferent im Rundfunk einen Vortrag über die “Geschichte der Wiener Küche in der Entwicklung der Kochkunst“. Weitere Vorträge des “Radiokochs“ verschafften Ruhm enorme Popularität. Bei der “RAVAG-Ausstellung“ zum zehnjährigen Bestehen des Senders im Messepalast kochte er vor Publikum und gab gemeinsam mit Leo Slezak Autogramme. Es folgten Vortragsreisen ins In- und Ausland sowie Radiovorträge auch für andere Sender. Insgesamt war Franz Ruhm in mehr als 2.000 Radiosendungen zu hören. 1930 gründete Ruhm einen eigenen Verlag, in dem zunächst die Monatshefte “Wiener Küche“ erschienen. 1933 veröffentlichte er sein erstes Kochbuch, das “Kochbuch für alle“, das wiederholt neu aufgelegt wurde. In “Kochen im Krieg“ oder “133 Rezepte für 1946“ adaptierte er typische Wiener Rezepte in Hinblick auf das eingeschränkte Nahrungsmittelangebot. 1945 übernahm Franz Ruhm die Führung des Verbandes der Köche Österreichs. Neben Kochbüchern, die beinahe im Jahresrhythmus im Ruhm-Verlag erschienen, erarbeitete der Koch für die Nahrungsmittelindustrie auch Rezepte mit neu entwickelten Produkten wie Süßstoff oder Schlageiweiß. Franz Ruhm war der erste Fernsehkoch im Österreichischen Fernsehen. Am 21. Dezember 1955 demonstrierte er in der Sendung “Weihnachtsspezialitäten“ die Zubereitung von Kranzküchen und Windbäckerei, bevor er ab 6. Februar 1956 in der Serie “Fernsehküche“ regelmäßig zu sehen war. Er kochte auch im Bayerischen Fernsehen. 1961 musste er sich aus gesundheitlichen Gründen zurückziehen. Ernst Faseth, Helmuth Misak und Hans Hofer folgten ihm als Fernsehköche des ORF nach. Literatur Sylvia Mattl-Wurm: Vom schnellen Aufstieg des Mayonnaise-Eis und der kurzfristigen Verdrängung der Panier. In: “Heut‘ muss der Tisch sich völlig bieg’n“. Wien: Wienbibliothek im Rathaus / Mandelbaum 2007 Partezettel: Küchenchef Franz Ruhm, Schriftsteller und Verleger. † 20.03.1966 Chefkoch und Fernsehstar. In: Radio Österreich, 28.01.1956, S. 12 und 34 Vom Brotschani zum Küchenchef. In: Wiener Wochenausgabe 1961, Nr. 31, S. 3 Ein Klassiker des Kochens starb. In. Volksblatt 23.03.1966, S. 5 Epilog auf einen beliebten Wiener. In: Kronenzeitung, 26.03.1966, S. 15 Austria Forum: Franz Ruhm. URL: http://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Franz_Ruhm [Stand: 02.07.2015] Verband der Köche Österreichs: Geschichte. URL: http://vko.at/geschichte/ [Stand: 02.07.2015]

1934

Josef Knott

hält trotz großer Arbeitslosigkeit die Verbandsaktivitäten aufrecht. Liquidierung des Verbandes und des gesamten Vermögens durch die neuen Machthaber Österreichischer Bürgerkrieg. Es wird vieles des verbotenen öffentlichen Verbandslebens weiterhin in Untergrund bzw. Hintergrund vollzogen.

1930 - 1934

Julius Eckel

Auch nach ihm Wurde eine Strasse benannt. Julius-Eckel-Gasse (11), benannt 1940, seit 1949 Pleischlgasse.

1927 - 1930

Karl Gass

Küchendirektor Hotel Imperial Wien

1923 - 1924

Prominentenkomitee Matthias Hofer und Alfred Blandetti

1. Präsident von 1918- 1924. Mathias Hofer

1914 - 1918

Der Erste Weltkrieg schwächt die Aktivitäten des Verbandes und durch den Zerfall der Monarchie kommt das Verbandsleben zum Erliegen. Lebensmittelknappheit und das Fehlen der Gäste aus den ehemaligen Kronländern tragen dazu bei. Dennoch versucht der Verband bzw. seine Mitglieder die Köche Österreichs das bestmögliche aus den knappen Lebensmittel zu machen und tragen wesentlich zur Verpflegung der Bevölkerung mit aufgrund ihres Fachwissens und der Fertigkeit aus fast nichts doch noch Gerichte und Rezepte zu erstellen.

1902 - 1914

Johann Sacher, Jean Powonda, Franz Wagner

1884

Gründung „Verband der Herrschafts- und Hofköche“, sowie den Grand Chefs der Ringstraßen Hotels in Wien.

ZUKUNFT
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